So gehen wir mit Notfällen um
Damit jede Behandlung die Zeit bekommt, die sie braucht, halten wir keine festen Schmerzkontingente vor. Akute Fälle versuchen wir dennoch zwischen die geplanten Behandlungen zu schieben – am ehesten gelingt das, wenn Sie früh am Tag anrufen. Lässt sich kein Termin mehr einrichten, sagen wir Ihnen das offen und nennen Ihnen die nächste Anlaufstelle.
0431 57667| Mo, Di, Do | 08:00 – 18:00 Uhr |
| Mittwoch | 08:00 – 14:00 Uhr |
| Freitag | 08:00 – 13:00 Uhr |
Zahnärztlicher Notdienst
Außerhalb unserer Sprechzeiten übernimmt der zahnärztliche Notdienst Schleswig-Holstein. Der Notfalldienst beginnt freitags bzw. am Vortag vor Feiertagen um 15:00 Uhr.
0431 260926 969Oder online über zahnaerztlicher-notdienst-sh.de – nach Eingabe Ihrer Postleitzahl werden Sie zur diensthabenden Praxis geleitet.
Wann Sie nicht abwarten sollten
Die meisten Zahnschmerzen sind unangenehm, aber nicht lebensbedrohlich. Bei den folgenden Anzeichen breitet sich eine Entzündung möglicherweise aus – suchen Sie dann bitte umgehend Hilfe:
- Eine Schwellung, die sich Richtung Auge, Kieferwinkel oder Hals ausbreitet
- Fieber und zunehmend schlechtes Allgemeinbefinden
- Sie können den Mund kaum noch öffnen
- Eine Blutung, die sich nicht stillen lässt
Bei Schluck- oder Atembeschwerden rufen Sie sofort den Rettungsdienst unter 112 oder fahren Sie in die nächste Notaufnahme. Warten Sie in diesem Fall nicht auf einen Zahnarzttermin.
Erste Hilfe bis zum Termin
Das hilft
- Von außen kühlen – ein feuchtes, kühles Tuch oder einen in Stoff gewickelten Kühlbeutel auf die Wange legen, immer wieder für einige Minuten.
- Oberkörper hoch lagern – im Liegen steigt der Druck im Kopf, die Schmerzen nehmen oft zu. Mit erhöhtem Kopf schläft es sich leichter.
- Mit lauwarmem Wasser spülen – das entfernt Speisereste schonend, ohne die Stelle zu reizen.
- Schmerzmittel nach Packungsbeilage – Ibuprofen wirkt zusätzlich entzündungshemmend, Paracetamol ist eine Alternative. Vorerkrankungen und andere Medikamente beachten.
- Weiche, lauwarme Kost – sehr Heißes, Kaltes und Süßes reizt einen entzündeten Nerv besonders.
Das sollten Sie vermeiden
- Keine Tablette auf den Zahn legen – direkt auf Zahnfleisch oder Zahn aufgelegte Schmerzmittel können die Schleimhaut verätzen.
- Keine Wärme bei Schwellung – Wärmflasche, Rotlicht oder heiße Umschläge können eine Entzündung zusätzlich anfachen.
- Möglichst kein Aspirin – acetylsalicylsäurehaltige Mittel hemmen die Blutgerinnung und können eine anstehende Behandlung erschweren.
- Kein Alkohol – er betäubt nicht, erweitert die Gefäße und verträgt sich nicht mit Schmerzmitteln.
- Nicht selbst aufstechen – eine Schwellung oder einen „Abszess" niemals eigenhändig öffnen. Das verschleppt die Entzündung.
Diese Hinweise sind allgemeine Empfehlungen zur Überbrückung und ersetzen keine Untersuchung. Die Ursache von Zahnschmerzen lässt sich nur in der Praxis klären.
Zahn ausgeschlagen? Jetzt zählt jede Minute
Wird ein Zahn durch einen Sturz oder Unfall vollständig herausgeschlagen, lässt er sich häufig wieder einsetzen – vorausgesetzt, die empfindlichen Zellen an der Wurzeloberfläche bleiben am Leben. Die Chancen sind in der ersten Stunde am größten.
- Zahn suchen und nur an der Krone anfassen. Die Wurzel niemals berühren, abwischen oder abschrubben.
- Nicht reinigen. Auch nicht abspülen – anhaftendes Gewebe wird sonst zerstört.
- Feucht lagern. Am besten in einer Zahnrettungsbox aus der Apotheke. Ist keine zur Hand: kalte H-Milch, notfalls die eigene Mundhöhle zwischen Wange und Zahnreihe. Niemals in Wasser – das zerstört die Zellen.
- Sofort losfahren. Zu uns während der Sprechzeiten, sonst zum Notdienst. Auch Milchzähne und abgebrochene Zahnstücke bitte mitbringen.
Woher Zahnschmerzen kommen können
Der Schmerzcharakter gibt oft einen ersten Hinweis – die sichere Diagnose stellen wir mit Untersuchung und, wenn nötig, Röntgenbild.
Ziehend bei Süßem, Heißem oder Kaltem
Häufig eine Karies, die bereits das Dentin erreicht hat, oder freiliegende Zahnhälse. Klingt der Schmerz nach dem Reiz rasch ab, ist der Nerv meist noch gesund.
Pochend, klopfend, nachts stärker
Typisch für eine Entzündung des Zahnnervs. Hier hilft meist nur eine Wurzelkanalbehandlung, um den Zahn zu erhalten. Bitte zeitnah abklären lassen.
Druckschmerz beim Zubeißen
Kann auf eine Entzündung an der Wurzelspitze, einen Riss im Zahn oder eine zu hohe Füllung hindeuten.
Zahnfleisch blutet und schmerzt
Oft eine Zahnfleisch- oder Parodontitis-Entzündung. Sie verläuft lange schmerzarm – umso wichtiger ist eine frühe Behandlung.
Druck im Kiefer, morgens verspannt
Kann von nächtlichem Zähneknirschen kommen. Eine Schiene schützt die Zähne und entlastet die Kiefermuskulatur.
Schmerz hinten im Kiefer
Bei jungen Erwachsenen häufig ein durchbrechender Weisheitszahn, oft mit geschwollener Schleimhaut darüber.